Projektphasen - Schmerzfreiheit als Qualitätsstandard
In den ausgewählten Kliniken wird zunächst der Stand der Schmerztherapie in dieser Klinik erfasst. Geschulte Mitarbeiter des Expertenteams erheben die erforderlichen Strukturdaten durch validierte Instrumente (Erhebung der Strukturdaten) und Beobachtungen, um so Hinweise auf das Schnittstellenmanagement zwischen den Berufsgruppen und Fachabteilungen zu erhalten.
In der sich anschließenden Phase werden anhand von strukturierten Befragungen und Interviews Ärzte, Pfleger und Patienten zu den Themen „Auftreten von Schmerzen“, „Behandlung von Schmerzen“, „Schmerz messen“, „Dokumentation von Schmerzen“, „Information über Schmerzen“, „Organisation der Schmerzbehandlung im Krankenhaus“ etc. befragt.
Nach der Auswertung aller Daten erhält jede Klinik einen individuellen Ergebnisbericht, in dem das Expertenteam konstruktive, auf die jeweilige Klinik abgestimmte Vorschläge zur Optimierung des Schmerzmanagements vorgelegt (IST-Analyse - Optimierungskonzept). Großen Wert wird darauf gelegt, dass es sich hier um praktikable Änderungsvorschläge handelt, die mit möglichst geringem Aufwand und Kosten durchgeführt werden können.
In Fortbildungsveranstaltungen werden dann gezielt Maßnahmen zur Optimierung des Schmerzmanagements gelehrt/vermittelt und anschließend über einen Zeitraum von mehreren Monaten in den teilnehmenden Kliniken umgesetzt (Implementierung der Optimierungen).
Danach führt der wissenschaftliche Beirat eine Re-Evaluation durch. Mit Hilfe erneuter Befragungen von Patienten, Pflegenden und Ärzten wird festgestellt, ob und inwieweit das geänderte Schmerzmanagement greift und eine bessere Versorgung der Patienten zum Ergebnis hat. Hier entscheidet sich, welche Einrichtung sich „Schmerzfreies Krankenhaus“ nennen darf.





